Samsung kennt sich dank jahrelanger Erfahrung aus, worauf es beim Bau eines guten Smartphones ankommt. Ihre Bildschirme zum Beispiel spielen nicht umsonst in der oberen Liga mit. Doch mit einer Schwäche hatte die bekannte S-Reihe immer zu kämpfen, nämlich den Materialien. Verglichen mit einem iPhone oder einem HTC One M7 hatten das Galaxy S5 oder Galaxy S4 immer das Nachsehen. Was kommt also beim Galaxy S6 zum Einsatz? Überraschenderweise setzt das Unternehmen endlich auf Glas und Aluminium. Letzteres findet sich im Rahmen wieder, während Rück- und Vorderseite mit Gorilla Glass 4 bedeckt sind. Insgesamt umfasst die S6-Serie drei Modelle, die jedoch nicht alle zeitgleich erschienen sind. Mit dem Upgrade auf die hochwertigen Komponenten schließt Samsung zum größten Teil die Lücke zu Apple und Co..

Das ist das Galaxy S6

Mit 5,1 Zoll ist es nichts für kleine Hände, dafür ist die Auflösung mit 2.560 x 1.440 Pixeln umso größer. Es kommt wieder Super-AMOLED zum Einsatz und unter dem Touchscreen werkelt ein hauseigener Exynos Octa 7420. Die CPU kann auf acht Kerne zurückgreifen (4x 2,1 GHz und 4x 1,5 GHz) und unterstützt 64-Bit. 3 GB RAM leisten ihren Beitrag zur flüssigen Performance, das lässt sich so auch von Android 6.0.1 als Betriebssystem sagen. Die Kamera setzt auf 16 Megapixel und liefert eine optische Bildstabilisierung. Die interne Festplatte ist je nach Variante 32, 64 oder 128 GB groß, leider lässt sich diesmal keine microSD-Speicherkarte einlegen. Der Akku misst 2.550 mAh und ist fest verbaut. Die auf 143,4 x 70,5 x 6,8 mm verteilten 138 g müssen diesmal auf eine IP67-Zertifizierung verzichten, typische Komponenten wie WLAN, LTE und ein Fingerabdruckscanner sind aber freilich verbaut. Der Verkaufsstart war der 10. April 2015.

Optisch ein Highlight – das Galaxy S6 Edge

Im Vergleich zum „normalen“ S6 sind die technischen Daten sehr ähnlich. Das betrifft beispielsweise das Display, die CPU oder auch die Kamera. Der wesentliche Unterschied ist beim Zusatz „Edge“ zu finden, denn so bezeichnet Samsung den an beiden Kanten gebogenen Bildschirm. In der Praxis gibt es also quasi keine Ränder mehr, mit dieser Innovation ist der koreanische Konzern bislang auf einem einzigartigen Kurs. Ein Alleinstellungsmerkmal sollen auch die Zusatzfunktionen sein, die das Edge-Glas mitbringt. So lassen sich fünf Kontakte an den Rand anheften, um ihnen beispielsweise wesentlich schneller eine SMS zukommen zu lassen. Abmessungen und Akku weisen nur geringe Unterschiede auf (142,1 x 70,1 x 7 mm und 2.600 mAh). Dank einer Schnellladefunktion ist das Galaxy S6 Edge blitzschnell wieder einsatzbereit.

Die aufgebohrte Variante – Galaxy S6 Edge Plus

In Europa ersetzte das Galaxy S6 Edge Plus das Galaxy Note 5. Es ist mit 5,7 Zoll zwar größer als seine Brüder, Prozessor und Auflösung sind aber identisch. Das gilt auch für Features wie dem Fingerabdruckscanner, WLAN und LTE. Das „verbesserte“ Modell bietet mit 4 GB auch mehr Arbeitsspeicher, das größere Display benötigt mehr Platz (154 x 76 x 8 mm). Das Gewicht beträgt 152 g, als Betriebssystem steht Android 6.0 zur Verfügung. Die Batterie ist mit 3.000 mAh gewachsen und kann kabellos geladen werden. Seit dem 21. August 2015 ist das Phablet im Handel erhältlich.