iPod touch

Das in Amerika besiedelte Unternehmen Apple stattet seine Kunden nicht nur mit Notebooks und Smartphones, sondern auch mit Mediaplayern aus. Sie heißen dann iPod touch und können mit allen wichtigen Formaten umgehen. Die erste Generation ging am 5. September 2007 in San Francisco über die Bühne. Vieles wurde damals vom iPhone übernommen, wobei es auch als erster iPod per WLAN mit dem Internet verbunden werden konnte. Ein echtes Highlight, denn so stiegen die Möglichkeiten enorm an. Man benötigte zum Beispiel für eine schnelle Suche auf Google kein zweites Gerät mehr. Die Designsprache wurde im Grunde genommen vom iPhone übernommen, das zeigt sich im hochwertigen Aluminiumgehäuse und im Homebutton auf der Vorderseite. Mit der Zeit hat sich das auch nicht geändert, eine Ähnlichkeit mit der Smartphone-Abteilung ist immer da. Von der Bildschirmgröße her erfolgte einmal ein Sprung von 3,5 auf 4 Zoll, ansonsten wurden in erster Linie die Komponenten unter der Haube auf die Höhe der Zeit angeglichen.

Musik, Videos und Spiele

Apple bewirbt seinen iPod touch nicht nur als Musik- und Videoabspielgerät, es soll auch eine Art Spielkonsole für zwischendurch sein. Auf die ersten Generationen traf diese Aussage nur bedingt zu, bei der aktuellen sechsten Auflage sieht es anders aus. Sie kann es mit den meisten Apps aufnehmen und dient tatsächlich als Unterhaltungszentrale. Bis zur vierten Generation war ein 3,5 Zoll großer Bildschirm im Einsatz, der mit 480 × 320 beziehungsweise 960 × 640 Pixeln auflöste. Die beiden Nachfolger waren mit 4 Zoll etwas größer und lösten auch höher auf (1.136 × 640 Pixel). Die Auswahl der Speichergröße war nicht immer gleich, das Angebot schwankte stetig zwischen 8 und 128 GB. Das ist auch bei den Farben der Fall, während der erste iPod touch ausschließlich in Schwarz zur Verfügung stand, geht es mit der seit Juli 2015 erhältlichen Version um einiges bunter her. Grau, Gold, Silber, Pink, Rot und Blau, diese Lackierungen sind in den Verkaufsregalen vertreten.

Das Display alleine zeigt bereits, dass es sich mehr als nur um einen einfachen Mediaplayer handelt. Es lässt Interaktionen zu, die ein reiner MP3-Player nicht kann. Doch das ist noch nicht alles, einige Generationen haben auch Kameras integriert. Die fünfte Auflage besitzt zum Beispiel 5 und die sechste Generation 8 Megapixel. Dank Frontkamera mit 720p sind auch Videotelefonate drinnen.

Der Unterschied zum iPhone

Auf den ersten Blick lässt sich ein iPod touch 6G auf der Vorderseite nicht von einem iPhone 5 oder iPhone 5s unterscheiden. Das fällt einem aber spätestens dann auf, wenn man jemanden anrufen möchte. Da es sich nämlich um einen Mediaplayer handelt, gibt es keinen Slot für eine SIM-Karte. Jede Nachricht und jeder Anruf findet übers Internet statt. Der App Store sortiert auch gleich alle Apps aus, die nicht mit der Hardware kompatibel sind. Dazu gehört unter anderem WhatsApp. Das vorinstallierte Betriebssystem ist wenig überraschend iOS, die genaue Version hängt vom jeweiligen Modell ab. Aufgrund der kleineren Bildschirme ist auch das Gehäuse leichter und kompakter, ein klarer Vorteil auf Reisen.

In Zeiten von iPhone 6 und iPhone 7 ist das Interesse für einen iPod touch klar zurückgegangen. Verständlich, denn die Preise sind nicht unbedingt klein und es gibt keinen wirklichen Mehrwert.