Der Name HTC (High Tech Computer Corporation) ist nicht unbekannt, vor allem auf der Suche nach einem neuen Smartphone werden einem die Buchstaben öfters begegnen. Der taiwanische Hersteller ist aber noch in anderen Sparten aktiv, sodass unter anderem auch Tablets, Virtual-Reality-Brillen (VR) und Fitness-Tracker produziert werden. Die Gründung fand am 15. Mai 1997 statt und es werden über 17.000 Mitarbeiter beschäftigt. Der jährliche Umsatz geht in die Milliarden, wobei ein wichtiger Teil vom Handyverkauf eingespült wird. Das erste Modell war übrigens das G1, das im Zusammenarbeit mit T-Mobile im Jahre 2009 in Deutschland eingeführt wurde. 2010 erhielt man außerdem eine Auszeichnung von der Computerzeitschrift Chip. Was viele nicht wissen ist, dass HTC im gleichen Jahr die meisten Smartphones mit dem Betriebssystem Windows Mobile hergestellt hat. Zwar sprang man auch noch auf den Nachfolger Windows Phone auf, doch der große Erfolg blieb aus. Das System konnte sich nie durchsetzen, sodass der Hersteller in der Regel auf Android setzt.

Erfolgreich mit dem HTC One M7

Die bekanntesten Modelle mit Windows Phone sind das 8X und das 8S. Sie erschienen 2012 und waren mit einem Dual-Core-Prozessor ausgestattet. Die Liste mit den Android-Geräten ist wesentlich länger. So blieben unter anderem die Reihen „Sensation“, „Desire“ und „One“ in unseren Köpfen. Jedes Handy beziehungsweise jede Serie hatte ihre Besonderheiten, so war das Sensation XL im Jahre 2011 mit seinen 4,7 Zoll ein echter Riese. Das HTC One X Plus dagegen stellte ein Flaggschiff dar. Für die Mittelklasse waren die Desire-Smartphones verantwortlich, sie waren mit solider Hardware ausgestattet und vergleichsweise günstig. Leider schafften nicht alle den Sprung in die „neue“ Generation, 2016 werden „nur“ mehr die Reihen One und Desire gepflegt.

Der erste richtig große Wurf gelang mit dem HTC One (M7). Es erblickte 2013 mit einer ordentlichen Ausstattung das Licht der Welt. Sei es das 4,7 Zoll große Display mit Full HD, die schnelle Quad-Core-CPU oder der 2 GB RAM. Das Highlight am Handy war aber ohne jeden Zweifel das Gehäuse aus eloxiertem Aluminium. Zwar waren die Seiten noch mit Polycarbonat gefüllt, der perfekten Verarbeitung tat dies aber keinen Abbruch. Es war das erste Smartphone, welches tatsächlich gegen ein iPhone antreten konnte (von den Materialien und der Verarbeitung her). Konkurrenten wie Samsung oder LG arbeiteten damals noch mit Kunststoff. Die Nachfolger (das One M8, One M9 und HTC 10) haben zwar die gleichen Grundeigenschaften, den Erfolg des M7 konnten sie aber nie brechen.

Beats Audio als Geheimwaffe

Neben dem Aluminium waren und sind auch die Lautsprecher eine Besonderheit. Viele werden diesbezüglich Beats Audio in Erinnerung haben, wie es unter anderem beim One M7 zum Einsatz kam. HTC legte im August 2011 mehr als 300 Millionen Dollar hin, um sich bei Beats Audio einzukaufen und 51 % der Aktien zu halten. Obwohl es beim One M8 bereits nicht mehr zum Einsatz kam, hat sich der Klang nicht verschlechtert. Das liegt sicherlich auch an der Wahl der Stereo-Frontlautsprecher.

Um am Ende nochmals von den Handys wegzukommen: Eine Action-Camera von HTC nennt sich RE Camera. Zwei Fitness-Tracker hingegen bekamen die Namen HTC Grip und UA Healthbox.